Schon am 24.12.2024 stand fest: es wird einen 6. Adventskalender im Jahr 2025 geben. Doch was soll das Motiv sein? Diese Frage beschäftigte mich mal wieder sehr lange. Und der Kopf war leider leer.
Im Juni ging ich mal wieder joggen und nahm mir vor, während des Sports die Zeit zu nutzen um mir ein Motiv einfallen zu lassen. Doch die Leere blieb, es kam nichts.
Also setzte ich mich nach dem Sport an den Computer und begann eine wilde Internetrecherche. Es landete alles auf dem „Was-ist-möglich“-Zettel, aber so wirklich war nichts dabei.
Da ich vom Sport platt war, machte ich einen kleinen Mittagsschlaf und schlief mit dem Gefühl ein: „Mist, du musst langsam etwas finden!“
Und man mag es mir nicht glauben, aber ich schwöre, dass es so war: Ich träumte innerhalb von 15 Minuten Power-Nap von Planeten und Sternen. Ein Thema welches mich an sich so gar nicht interessiert.
Als ich aufwachte, setzte ich mich an den Computer und zeichnete los und keine 2 Stunden später stand das Motiv für den Adventskalender fest. Völlig verrückt, aber so ist es geschehen.
Wie immer in den vergangenen Jahren nutzte ich den Sommerurlaub um die Teilereihenfolge und den Tagesablauf festzulegen. Und während es im August in Dänemark draußen herbstlich stürmte, schrieb ich einen Tag Erklärungstexte nach dem anderen. Und so konnte im August, nach den Sommerferien, der Prototyp genäht werden.
Hui, das waren aber viiiiele Teile! Und die sind ganz schön klein! Da muss noch etwas geändert werden.
Also wurden die Punkte im Neptun vergrößert und die Anzahl verringert. Der Jupiter bekam weniger Streifen und auch der Mars wurde ein Stück leichter gestrickt. Und immer noch würde es der aufwändigste Kalender werden. Aber was soll‘s die Sache macht mir so einen Spaß, dann schneide ich halt in diesem Jahr 75 Teile pro Bausatz zu.

Nachdem Ende August die Anmeldephase zum ersten Mal über den neuen Onlineshop gelaufen war (das hat übrigens super funktioniert), begann ich im September mit dem Zuschnitt. Wochenlang wurde ein Teil nach dem anderen zugeschnitten, mit Aufkleber versehen und in bereitstehende Kartons verpackt. Der Flur im Obergeschoss füllte sich zusehends mit Kartons – ein gewohnter Anblick im Herbst.
Nachdem die bestellten Briefe und Umschläge geliefert wurden,  begannen wir gemeinsam mit der ganzen Familie Erklärungen und Teile in Umschläge zu verpacken. Leider war in diesem Jahr am Anfang der Wurm drin. Jedes mal war noch ein Teil über, oder es fehlte etwas. Also mussten wir detektivisch tätig werden. Und dank der neuen grammgenauen Küchenwaage, die Annika extra gekauft hat, haben wir sogar Teile gefunden, die nur 4 Gramm wogen.
Einen Nachmittag hat Sophie im dunklen Gäste-WC verbracht, um mithilfe des Tablets alle Briefumschläge zu durchleuchten. Auch hier wurden fehlende Teile identifiziert und die Umschläge richtig gepackt.
Man muss sich nur zu helfen wissen.
Vielen Dank an dieser Stelle an meine Kinder und meine Frau für die tatkräftige Unterstützung. Ohne Euch wäre ich an Schokofiguren, Pflastern und Haribo-Tütchen verzweifelt!
Denn da hatte ich mir wieder etwas neues einfallen lassen: Während es bisher immer an Nikolaus einen großen Schokonikolaus gab, wurden in diesem Jahr an verschiedenen Tagen kleine Süßigkeiten als Nervennahrung auf die Briefe geklebt. Oder auch mal Pflaster, gegen Blutflecken, wenn zu viele Nadeln eingesetzt werden mussten.
Und gerade diese kleinen Details machen es für mich so schön – ich hoffe für meine Kunden auch.

Auch beim Transport gab es mal wieder etwas neues: Unsere Postfiliale hat mir endlich angeboten alle Kartons auf einmal anliefern zu können. Dank der vorbestellten Gitterboxen konnten alle Kartons an einem Tag auf die Reise gehen. Das war ein lustiges Umräumen und scannen in der Filiale. Aber die netten Mitarbeiterinnen von Höcke haben mir sehr geholfen. Danke!

Und dann ging es am 1. Dezember endlich los! In der Facebookgruppe wurde bereits Tage vorher die Vorfreude kundgetan. Im Dezember wurde dann täglich wild diskutiert, was es werden könnte, warum immer noch kein grün da gewesen ist und wie man denn soooo viel Kreise nähen könnte.
Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und ich muss ein großes Lob aussprechen: Noch nie hatte ich so wenige Nachfragen, Probleme oder Unfälle zu behandeln wie in diesem Jahr.  Ihr habt alle ganz toll gelesen und die Anleitungen befolgt – bravo!

Ab Heiligabend trudelten ganz viele Bilder von glücklichen Menschen und fertigen Bannern bei mir ein. Und alle waren ganz begeistert von dem Motiv. Einige haben natürlich wieder wild gepimpt und ihre eigenen Ideen im Banner umgesetzt – ich liebe es, wie sehr die Kreativität durch diesen Adventskalender angeregt wird. Super!

Ich bedanke mich bei allen, die im Jahr 2025 dabei waren und freue mich jetzt schon auf die Arbeiten am Adventskalender 2026 – denn das steht fest: Nr. 7 kommt!

Der Adventskalender 2025 in Zahlen:

130 Teilnehmer, davon 35 Ersttäter
9750 Stoffteile (so viele wie nie zuvor)
1170 Kleinteile (Leinen, Endkappen, Verstärkungen)
3120 bedruckte Briefumschläge
11570 Aufkleber
7 Länder
39.880 km Postweg



Von 1400 Fotos kann ich hier natürlich nur einen Teil zeigen. Aber die täglichen Collagen liefern einen tollen Überblick über die Vielfalt dieses „Workshops“.

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